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Wer einfach und schnell seine Webseite schneller machen will oder beim Bildupload Bandbreite sparen möchte, verwendet WebP. Der Google-Bildstandard stellt eine Alternative zu jpg und png dar und hat verschiedene Vorteile und nutzt Standards wie RIFF als Basis.

Was ist WebP?

WebP arbeitet mit einer 4:2:0-Farbunterabtastung. Bilder dürfen bis zu 16.383 Pixel breit und hoch sein. Als Basis dient die Intra-Frame-Codierung des Video-Codes VP8. Teile des Codes basieren auf dem Containerformat RIFF. WebP ist ein blockbasiertes Transformationsverfahren, das acht Bit Farbtiefe und eine moderne Entropiekodierung bietet – eine binäre Codierung, die schnelle Kompressionen ermöglicht.
Selbst bei Bildern, die an diese Höchstgrenze stoßen, ermöglicht das Format eine vergleichsweise hohe Bildqualität. Detailarme, gleichförmige Bildteile werden besonders effektiv komprimiert.

WebP: Geschichte

WebP wurde im Jahr 2010 eingeführt. Google war damals auf der Suche nach einem neuen Videoformat, welches Daten sparsam konvertieren konnte. Die dafür benötigte Keyframe-Kompression bot sich jedoch auch für Bilder an, weshalb der Suchmaschinen-Betreiber das Format kurzerhand auch in ein Bild-Format verwandelte – WebP war geboren.
WebP stellt somit den „kleinen Bruder“ von webm dar. Sowohl Video- als auch Film-Standard basieren in Teilen auf dem Videocodec VP8. WebP vereint die Vorteile bekannter Standards wie JPG und PNG. Damit ist WebM in der Lage, komplexe Bilder fast ohne Verluste zu verkleinern, während PNG die Bilder zwar platzsparend speichern, nicht aber verkleinern kann.

WebP für Google Chrome

WebP wird von Google seit seiner Einführung für unterschiedliche Anwendungen genutzt. Es kommt etwa im Chrome-Web-Stone, in den mobilen Google+ Apps und in einigen anderen Google-Anwendungen zum Einsatz. WebP wird heute noch vom Chrome-Browser in der Desktop-Version und in der mobilen Version unterstützt. Außerdem nutzt Opera das Format.
Die Konkurrenz von Microsoft, Apple und Mozilla verwendet eigene Standards zur Bildkodierung.

Kompromisse bei der Bildqualität

Nachteilig an WebP ist lediglich, dass Bilder auf der Festplatte nicht ohne Weiteres geöffnet werden können. Bekannte Bildbearbeitungsprogramme wie Paint oder GIMP unterstützen den Standard nur über Erweiterungen. Facebook hat den Standard bereits vor einigen Jahren getestet und bietet ihn über Umwege noch heute an.
WebP stellt den optimalen Kompromiss zwischen Bildqualität und Benutzerfreundlichkeit dar. Während komplexe Bilder eine unterdurchschnittliche Bildqualität bieten, unterscheiden sich kleinere Dateien qualitativ nicht von JPG oder PNG. Ursächlich dafür ist auch die unterschiedliche Kompression, die die drei großen Bildformate verwenden. Auf der Developers-Seite von Google finden Interessierte eine Vergleichs-Galerie, die WebP- und JPG-Bilder gegenüberstellt.

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